Dienstag, 11. Juli 2017

Erste Versuche mit dem Sonnendruck

Es ist wieder soweit! Michaela und Tabea laden zur Sommerpost 2017 ein und dieses Mal geht es wieder darum schönste Stoffe zu gestalten, genau wie bei der Frühlingspost 2016 hier und hier.
Die Stöffchen werden dann in 8-er Gruppen untereinander getauscht.
Diesmal ist die vorgegebene Technik der "Sonnendruck" in der Farbe "Blau", und dazu gibt es gibt verschiedene Techniken. Als erstes teste ich die Variante mit der verdünnten Seidenmalfarbe. Wie gut, dass ich noch diverse Gläschen aufbewart habe. Sie stehen schon viele, viele Jahre im Keller herum, und ich dachte sie wären schon längst entsorgt worden. Welch ein Glück :)
Die ersten Versuche starte ich in orange/rot/gelb. Der Stoff wird mit der stark verdünnten Farbe eingepinselt und mit einem Muster aus Folie abgedeckt.


In der Sonne trocknet die Farbe dann schnell wieder und unter der Folie bleibt sie länger feucht. Die Farbpigmente wandern mit dem Wasser in die trockenen Bereiche ausseralb der Folie. Unten sieht man, wie die Farbe während des Trocknungsprozesses unter der Folie "wegwandert". So entstehen die helleren Muster. Das geht ganz von alleine und wenn die Sonne scheint relativ flott, aber auch wenn keine Sonne scheint funktioniert es, nur dauert es dann deutlich länger.


Für den nächsten Versuch, schneide ich mir viele Blumen aus der Folie aus.


Ich nehme ein Stück weißen Baumwollstoff, vorgewaschen, und lege ihn feucht auf eine Glasscheibe. Den feuchten Stoff färbe ich dann mit der stark verdünnten Farbe, mit einem breiten Pinsel, in mehreren Anstrichen ein (Vorsicht spritzt). So sind die Farben etwas plastischer.


Anschließend plaziere ich die Blümchen, wild durcheinander auf dem Stoff und achte darauf, dass ich keine Luftblasen unter der Folie habe und dass die Folie überall gut aufliegt. Wenn sie das nicht tut, gibt es nämlich keine scharfen Ränder.


Nun nur noch zum Trocknen in die Sonne......


......und tadaaaaa, mein erster Blümchenstoff ist fertig, wie von Zauberhand :)


Und weil`s so schön einfach ist und wie von ganz alleine geht, mach ich direkt weiter und experimentiere mit unterschiedlichen Farbtönen und Stoffqualitäten, z.B. dickere und dünnere Baumwollstoffe. Bei den dickeren Stoffen, wird der Farbverlauf etwas gleichmäßer. Aber mir gefallen die dünneren, unregelmäßigen etwas besser.


Nun habe ich schon einen kleine Kollektion zusammen und für neue Designs fehlt mir gerade die Ruhe und die Inspiration, so kurz vor dem Urlaub, aber ein Täschen könnte ich noch gebrauchen. Täschen gehen ja bekanntlich immer und so habe ich mir noch flott eines genäht.


Ein Reisetäschchen für meine Stempelutensilien.


Ich bin, in meiner Gruppe 1, die Vorletzte und so habe ich noch ein wenig Zeit um weitere Ideen zu sammeln und die anderen Techniken auszuprobieren, die Cyanotopie und die Inkodye-Technik.
Nun freue ich mich erst mal auf nächste Woche, dann geht es nämlich los. Dann trudelt die erste Post bei mir ein :D

Verlinkt mit Creadienstag: #287und der Sommerpost-Linkliste



Kommentare:

  1. Ach, Annette so superschön deine ersten Versuche und das Täschen erst. Ich habe gerade einen Inkodye-Versuch, den zweiten in der Sonne liegen, wahrscheinlich schon ein bischen spät am Abend, mal schauen, was es gibt.
    Liebe Grüße
    Michaela

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  2. Ich bin sprachlos.... Sind die schön!und es scheint, einfach zu sein???
    Herzlichst
    yase

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  3. Sagenhaft schön... Ach, und ihr Nähkünstlerinnen habt dann immer gleich ein Täschchen fertig ;-). In welchem Verhältnis hast du die Seidenmalfarbe so ungefähr verdünnt (Anteile Farbe zu Wasser)? Ich will auch mit Seidenmalfarbe probieren, habe aber leider keine alten mehr zum Testen, sondern nur die neue......... Solange Zeit wie du habe ich nämlich gar nicht mehr... Und diese Woche stecke ich voll mit Seminarvorbereitungen und Seminaren. Gottseidank, dass Eva solche Verfrühung hat, ich dachte schon, meine Terminplanung platzt komplett, aber die Eva wollte mich nur erschrecken! ;-). Liebe Grüße und einen wunderschönen Urlaub

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    1. Danke, Du Liebe :*
      Je mehr Wasser, desto heller wird die Farbe, logisch, aber Du kannst immer noch auf dem Stoff nachfärben, indem Du unverdünnte Farbe auf die nasse Farbe streichst (Spritzgefahr), bevor Du die Folien auflegst. LG, ich freue mich auf Deine Post!

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  4. Das ist wirklich schön, und danke fürs Zeigen. Ich muss erst noch loslegen und so richtig anfangen, aber das Wochenende sollte ein wenig Zeit dafür bieten. So schön, die ganzen Versuche zu sehen. Ich freue mich, dass wir in einer Gruppe sind - nachdem ich das ja am Anfang nicht kapiert hatte... lach. Ich werde wohl doch langsam aber sicher (ganz sicher) alt ... :-)
    LG. susanne

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  5. ich bin hingerissen!! sowas von schön aber auch. und das sollen erste versuche sein? wahnsinn!! ich bin gespannt, ob ich das jemals hinbekomme... heute kaufe ich seidenmalfarbe.
    liebe grüße und schon mal einen tollen urlaub!
    mano

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    1. ich vergaß zu schreiben, dass ich dein täschchen zauberhaft finde!! nähen müsste man können!

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  6. Deine Versuche gefallen mir ausgezeichnet! Und vor allem finde ich es klasse, was du da auf die Schnelle für ein super schönes Täschchen draus gemacht hast. Beneidenswert!

    LG

    Sylvia

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  7. Wooooah! Sehr, sehr genial!
    Auch ich hab mich einfach Schockverleibt in die Technik! Physik kann so sool sein!

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  8. Ich bin absolut begeistert, dass muss ich auch mal probieren, klasse. Das Täschchen ist absolut traumhaft,echt.
    LG,
    Petra

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  9. Du bist ja eine ganz fleißige Schablonenschneiderin - alles ist ganz toll gelungen und sogar schon zum Täschchen vernäht! Dann wünsche ich dir einen wunderbaren Sonnenurlaub! lieben Gruß Ulrike

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  10. WOw, Deine Blümchen sind schön geworden. Toll zu sehen, wie diese Technik funktioniert.

    LG Mareike

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  11. Wow, diese Technik kannte ich noch nicht, das ist ja irre, dass die Blümchen so scharfrandig und gleichmäßig werden, und das alles ganz ohne Chemie! Das muss ich auch mal ausprobieren:-) Und tolle Täschchen hast du genäht. Liebe Grüße, Dagmar

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  12. Das sind ja schon supertolle Ergebnisse!!! Ich staune immer über diese sauberen Kanten.
    Liebe Grüße
    Christine

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